Wer wird gefördert

Der Theodor Körner Fonds hat sich die Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses zum Ziel gesetzt. Eingereicht werden können in Arbeit befindliche Forschungsprojekte, Veröffentlichungen, Dissertationen, Kunst-, Literatur- und Musikprojekte. Neu gefördert werden außerdem Forschungsdesigns, die als Grundlagen für kompetitive Antragsverfahren dienen sollen (FWF oder mindestens gleichzuhaltend). Eingereichte Projekte müssen durch die BewerberInnen eigenständig konzipiert worden und möglichst binnen zweier Jahre realisierbar sein.

Für die Beurteilung ausschlaggebend ist in erster Linie die wissenschaftliche Exzellenz und Originalität des jeweiligen Antrages. Thematische Vorgaben für Einreichungen gibt es nicht. Da der Theodor Körner Fonds jedoch zur Unterstützung und Förderung der österreichischen Wissenschaft, Kunst und Kultur gegründet wurde, sollte ein Österreichbezug herstellbar sein. Die künstlerische Arbeit beziehungsweise wissenschaftliche Forschung sollte demnach entweder in Österreich geleistet werden oder einen inhaltlichen Bezug zu Österreich aufweisen. Darüber hinaus können ÖsterreicherInnen einreichen, die im Ausland leben und arbeiten. Für EinreicherInnen aus dem Wissenschaftsbetrieb gilt, dass ihr höchster akademischer Abschluss nicht länger als sechs Jahre zurückliegen darf. Bei gleicher Qualifikation werden EinreicherInnen bevorzugt, die über keine universitäre Festanstellung verfügen. Grundsätzlich ist eine akademische Qualifikation keine zwingende Voraussetzung für eine Einreichung. Positiv berücksichtigt wird gegebenenfalls die gesellschaftspolitische Relevanz der eingereichten Arbeit unter dem Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit und der demokratischen Teilhabe. Bei gleicher Qualifikation ebenfalls bevorzugt werden Arbeiten, die sich Fragen des Klimawandels bzw. –schutzes widmen. Im Jahr 2022 werden überdies besonders WissenschafterInnen zur Einreichung ermutigt, die sich mit den Auswirkungen der Prekarisierung im Wissenschaftsbetrieb auseinandersetzen.

Der Theodor Körner Fonds vergibt seine Preise ausschließlich für „work in progress“. Das eingereichte Projekt darf bereits begonnen, aber nicht vor Ende des jeweiligen Antragsjahres fertiggestellt worden sein. Die Publikation einer bereits fertiggestellten Arbeit wird nicht gefördert. Desgleichen nicht gefördert werden können Auftragsforschungen, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten. Von der Bewerbung ausgenommen sind überdies Habilitationsvorhaben.

Das Preisgeld von 5.000,- Euro wird für herausragende Werke oder Forschungsvorhaben vergeben, stellt jedoch eine direkte Förderung der PreisträgerInnen dar. Es darf, muss demnach aber nicht projektgebunden verwendet werden. Ein Nachweis über die Verwendung der Mittel ist nicht erforderlich.

Neben den regulären Preisen des Theodor Körner Fonds wird jährlich ein Herbert Tumpel-Preis im Angedenken an Herbert Tumpel (1948-2018) verliehen. Dieser ist mit € 7.000 dotiert und wird aus den wissenschaftlichen Einreichungen für den Theodor Körner Preis ausgewählt.