Theodor Körner Preisträger:innen 2025


    I. Wissenschaften


    a) Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften

    Evelyn Hutter

    Biographische Erfahrungen von Auszubildenen in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen mit dem Lebensende
    „Das Verschüttete und Liegengebliebene spricht nicht mit lauten Worten“ schreibt Frigga Haug (1991: 36) vor 35 Jahren – aber es spricht und begleitet uns. Dies betrifft auch die Erfahrungen mit dem Lebensende. Jede*r hat sie. Aber: Nicht jede*r wird im Beruf so mit eigenen und fremden Erfahrungen konfrontiert wie Fachkräfte in Pflegeberufen. In meiner Studie untersuche ich die Erfahrungen von Auszubildenden in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen mit Sterben, Tod und Trauer. Mittels Erzählcafés zu „Geschichten vom Lebensende“ und Fokusgruppen erforsche ich ihre vor-, außer- und frühberuflichen Erfahrungen sowie Möglichkeiten und Grenzen das Erlebte im Rahmen der Ausbildung zu reflektieren.
    Portrait Evelyn Hutter © privat

    Lisa Kirchner

    Zwischen Schreiben und Schweigen - Gewalt gegen Zivilist:innen in Selbstzeugnissen des Ersten Weltkrieges (Österreich-Ungarn)  
    Das Dissertationsprojekt untersucht Gewalt österreichisch-ungarischer Armeeangehöriger gegen Zivilist:innen im Ersten Weltkrieg. Es geht darum, wie einfache Soldaten und Kombattant:innen in persönlichen Aufzeichnungen darüber schrieben oder schwiegen. Hierfür werden Tagebücher und Erinnerungsberichte der Beteiligten ausgewertet. Die Studie analysiert die Sprache dieser Aufzeichnungen: Wird Gewalt offen geschildert, nur angedeutet oder ganz verschwiegen? Ziel ist es zu zeigen, dass Schreiben und Schweigen über Gewalt kein Widerspruch sind, denn in vielen Fällen wird das Schreiben über Gewalt durch zaghaftes Andeuten, Umschreiben, Verschleiern und Verschweigen deutlich.
    Portraitfoto Lisa Kirchner © privat

    Benedikt Stimmer

    „National-Erziehung“ als Spracherziehung? Die Sprachenpolitik der Habsburgermonarchie und Preußens in den Teilungsgebieten Polens im Kontext aufklärerischer Bildungspraktiken (1772–1807/09)
    Die Arbeit fragt nach Bedeutung und Bedeutungswandel von Sprache im Kontext eines verstärkten staatlichen Zugriffs auf das Schulwesen im vielsprachigen Zentraleuropa des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Sie verortet die Bildungspolitik in den habsburgischen und den preußischen Teilungsgebieten Polens im breiteren Kontext der Aufklärung, die ein verändertes Erziehungs- und Sprachbewusstsein, zugleich aber auch neue Regelungsansprüche „von oben“ hervorbrachte. Gerade die Bemühungen um eine (sprachlich) vereinheitlichte Wissensvermittlung erscheinen dabei ambivalent, produzierten sie in einer mehrsprachigen Gesellschaft doch unweigerlich neue sprachlich-kulturelle Hierarchien.
    Portraitfoto Benedikt Stimmer © privat

    b) Medizin, Naturwissenschaften und Technik

    Franziska Ecker

    Jenseits des Schleiers: Eine Reise in die innere Welt des Lebensendes mit einem Fokus auf Sterbewünsche
    Das Projekt untersucht, wie schwerkranke Patientinnen und Patienten die letzte Lebensphase im Wissen um den nahenden Tod erleben. Ein Schwerpunkt gilt Menschen, die Todeswünsche äußern. Durch narrative Interviews und eine psychoanalytisch orientierte Analyse rückt das Forschungsprojekt auch unbewusste Dimensionen des Erlebens in den Blick. So entstehen neue Perspektiven auf Nähe, Verletzlichkeit und Würde am Lebensende – mit Bedeutung für eine einfühlsame und reflektierte Begleitung.
    Portrait Franziska Ecker © privat

    Marianne Graninger

    Genetische Marker der NK-Zellaktivität und Herpesvirus Infektionsstatus bei Alzheimer Patient:innen
    Schon lange wird ein Zusammenhang zwischen Herpesvirusinfektionen und der Entstehung der Alzheimer Erkrankung (AD) angenommen. Als Mechanismus wird eine wiederkehrende Virusaktivität und damit einhergehende Gewebeschädigung im Gehirn vermutet. Wir untersuchen, ob AD Patient:innen ein genetisches Muster zeigen, dass mit einer geschwächten antiviralen Abwehr assoziiert ist, was zu einer verstärkten Herpesvirusaktivität beitragen könnte. Zudem vergleichen wir die Häufigkeit von Herpesvirusinfektionen zwischen AD Patient:innen und der Gesamtpopulation. Somit soll festgestellt werden, ob bestimmte genetische und virologische Parameter auf die Entstehung eines AD hinweisen könnten.
    Portraitfoto Marianne Graninger © Med Uni Wien / feelimage

    c) Rechtswissenschaften

    Cornelia Tscheppe  

    Der Justizgewährungsanspruch in den inneren Angelegenheiten religiöser Gemeinschaften
    Mit ihrem Projekt widmet sich Cornelia Tscheppe einem Thema, das in Dringlichkeit der dogmatischen Aufarbeitung der gesellschaftlichen Relevanz um nichts nachsteht. Zu lange hat die rechtswissenschaftliche Diskussion die Fragen zwischen der Prärogative von Religionsgemeinschaften im Inneren ihrer Organisation und dem grundrechtlich gewährleisteten Anspruch einzelner in diesem (und aus diesem) Innenverhältnis vernachlässigt. Zu groß sind dementsprechend die Lücken in der Beantwortung dieser Fragen; und das, obwohl sie in der Mitte des gesamtgesellschaftlichen Diskurses angekommen sind. Im Hinblick darauf vereint das Projekt in größtmöglichem Maß Zeitgemäßes und Grundlegendes. Die von der Bewerberin in Aussicht genommene Arbeit hat das Zeug zum Referenzwerk. Und die Bewerberin hat das Potential, dieses Werk zu verfassen.
    Portraitfoto Cornelia Tscheppe © privat

    d) Wirtschaftswissenschaften

    Johanna Luise Reuter

    The Right to Parental Part Time Work and the Effects on Employment and Mental Health of Mothers
    Kausale Effekte des Rechts auf Elternteilzeit in Österreich. Das Projekt untersucht die Einführung des Rechts auf Elternteilzeit in Österreich. Die Reform führt dazu, dass anspruchsberechtigte Mütter deutlich öfter in Teilzeit arbeiten und häufiger beim gleichen Arbeitgeber bleiben. Gleichzeitig gehen diese Veränderungen mit spürbaren Einkommensverlusten einher. Unter anspruchsberechtigten Müttern steigen die Geburtenzahlen, während sich ihre mentale Gesundheit kurzfristig verschlechtert. Die Ergebnisse zeigen den Balanceakt zwischen Flexibilität, Erwerbsbindung und Einkommen.
    Portrait Johanna Luise Reuter © privat

    II. Kunst


    a) Bildende Kunst und Kunstfotografie

    Charlotte Gash

    Breeder or Sucker | Episode 4 | She's Not Home
    My film project, She’s Not Home, is part of my larger ongoing series, Breeder or Sucker; a humorous, feminist, semi autobiographical DIY series imitating the format of a TV show, following the lives of art students living in Vienna. In this 4th episode, the character CHARLOTTE is navigating a scholarship she received, in which she is funded a studio and apartment for her final year of studies by wealthy donors. As the situation deteriorates — resulting in eviction — CHARLOTTE navigates what success and failure really mean, the complexity of getting what you want, and what it truly means to call somewhere “home”. The film touches upon tenant rights, friendship, and personal autonomy.#
    Portraitfoto Charlotte Gash © Marcella Ruiz Cruz

    Peter Pflügler   

    HANS -or- Don´t bury me in the grave of my father
    Mein Urgroßonkel Hans hinterließ mir ein geheimnisvolles Archiv aus über tausend Selbstporträts, das von den 1940er Jahren bis zu seinem Tod in den 1990er Jahren reicht. Wer war dieser Mann, der allein im Bild stand und in die Linse schaute, während niemand jemals zurückblickte? Ausgehend von diesem Archiv begebe ich mich auf eine Reise in meine Familiengeschichte, decke Geheimnisse auf, fülle Lücken und erzähle das Leben eines Mannes, der gezwungen war, es im Dunkeln zu leben. Dieses Projekt ist eine Wiedergutmachung. Es beschäftigt sich mit der Verantwortung der Lebenden und den Schatten der Vorfahren. Mit Archivbildern, Texten und meiner eigenen visuellen Interpretation möchte ich Verbindungen zwischen den Generationen aufdecken, das Unausgesprochene benennen und letztlich Heilung ermöglichen.
    Portrait Peter Pflügler © privat

    Helen Weber  

    framing  
    „Framing“ verweist zum einen auf den englischen Begriff für Holzfachwerk – timber framing –, zum anderen auf die journalistische Praxis, Informationen in eine bestimmte Perspektive einzufügen und auf diese Weise zu beeinflussen. Auf Expeditionen zu Fachwerkhäusern, Rekonstruktionsarchitektur und Freilichtmuseen erforscht Framing die Kontinuität völkischer und nationalistischer Erzählungen in der Gegenwart. Spolien, Symbole und Fassaden werden zu Trägern ideologischer Rückprojektionen, Käfer zefressen historische Gebäude, Teilzeit-Wikinger*innen werden zu ihrer Herkunft befragt. Wie stabil ist welches Konstrukt?
    Portraitfoto Helen Weber © Jochen Detscher

    b) Literatur

    Marlen Mairhofer   

    Alice  
    ‚Alice‘ ist ein Roman über das Mädchensein. In kurzen Kapiteln erzählt er Szenen aus Alice' Kindheit und Jugend, mit Einblicken in ihr Erwachsenenalter – Szenen, die sich in vielen Kindheiten finden lassen: Momente der Freude und der Trauer, des Begehrens und der Verweigerung, des Erlebens des Körpers und seiner Umwelt, des Umgangs mit Erwartungen und jenen, von denen sie ausgehen. Das ‚Wunderland‘, durch das Alice sich manövrieren muss, liegt nicht, wie bei Lewis Carroll, unter der Erde, sondern ist die Kindheit selbst, die weder dort anfängt noch endet, wo man zunächst vermuten würde, und in der mindestens ebenso viel Anpassungs- wie Widerstandsfähigkeit gefragt ist.
    Portraitfoto Marlen Mairhofer © Daniel Prohaska

    Gerd Sulzenbacher

    Dem Land  
    Der Text erzählt in essayistischer Prosa von den Auswirkungen des Alpentourismus in Südtirol. Gegenstand sind Orte und Praxen einer vormals bäuerlich geprägten Kultur und ihre anthropologische Metamorphose (Pasolini/Paoli) durch den Tourismus, d.h. ihre Verwandlung hin zu einer folkloristischen Monokultur, die sich neben der Darstellungen von Hüllen von Brauchtum weitgehend auf Freizeitsport beläuft. Der Titel rekurriert auf ein bekanntes Volkslied. Dergestalt, abgehackt, im Dativ und ohne Prädikat, steht antwortlos infrage, was zu geben sei oder sich zugehörig erweise.
    Portraitfoto Gerd Sulzenbacher © Gabriel Monthaler

    b) Musik

    Juta Pranulytė  

    Komposition für Horn solo TURBULANZ   
    Turbulence is a compositional project for solo horn inspired by the physics of turbulent flow. It investigates air as both a physical and musical material, focusing on instability, disturbance, and non-linear motion within the instrument. Breath, lips, and tubing are treated as an interconnected system that can be stressed, disrupted, and reconfigured. Through a newly (for and with this compositional concept) developed musical vocabulary and structural analogies to fluid dynamics, the project explores the boundaries of instrumental identity.
    Portraitfoto Juta Pranulyte © Arūnas Baltėnas

    SeungJu Noh

    Shape: Eine Neubetrachtung der Konzeptualität des Komponierens   
    „Shape: Eine Neubetrachtung der Konzeptualität des Komponierens“ überführt pianorollenartige „Shapes“ – Konturen im Raster von Zeit (x) und Tonhöhe (y) – in ein hörbares Kammermusikstück. Für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola und Violoncello werden Linien und Blöcke so orchestriert, dass ihre Umrisse klanglich verfolgbar bleiben (Register, Dynamik, Klangfarbe). In enger Arbeit mit Salzburger Musiker:innen werden Notation und Hörbarkeit getestet; Einführungen und Workshops machen die Skizzen sichtbar und öffnen den Kompositionsprozess. Das Projekt versteht sich als Artistic Research zur Kopplung von visueller Struktur und musikalischer Form und stärkt kulturelle Teilhabe durch Transparenz.
    Portraitfoto SeungJu Noh © privat

    III. Stiftungspreise im Rahmen des Theodor Körner Fonds

    Tara Meister

    in vivo (Literatur) - Stiftungspreis der Stadt Wien
    Das Romanprojekt „in vivo“ (Arbeitstitel: braches Land) beleuchtet medizinethische Fragestellungen im Kontext von reproduktiver Gesundheit, sowie die Folgen chronischer Überlastung von medizinischem Personal. 
    Die junge Gynäkologin Liv muss sich einem juristischen Prüfverfahren stellen, nachdem es bei einem Notkaiserschnitt einer Spätgebärenden nach IVF zu einer Totgeburt gekommen ist. Während Liv, innerlich ausgebrannt, eine Brache pachtet und an dem Versuch dort einen Garten anzulegen immer wieder scheitert, beginnt das Team im Krankenhaus schleichend sich gegen sie zu wenden. Subtile Verschiebungen in der Gesundheitspolitik durch zunehmenden Rechtsdruck werden für Liv auf Mikroebene spürbar.  
    Portrait Tara Meister © Christiane Gundlach

    Felix Leopold Gaillinger

    Öffentlich Sitzen. Dimensionen einer städtischen Alltagspraxis (Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften) - Stiftungspreis der Stadt Wien
    Das Projekt untersucht, wie Sitzgelegenheiten in Wien politisch gestaltet werden und wie Menschen sie im Alltag erfahren. Die ethnographische Spurensuche rückt vereinfachende Annahmen über öffentliches Sitzen in ein kritisches Licht und macht – teils widersprüchliche – Logiken und Ideologeme sichtbar, die städtische Möblierung prägen. Historisch wie gegenwartsorientiert fahndet das Projekt nach Wegen, auch das wenig reflektierte Sitzen zu diskutieren und damit verbundene Vorstellungen eines ‚guten‘ städtischen Lebens zu verstehen, die sich ferner in mikroskopischen Konflikten, aber auch in gesellschaftlichen Herausforderungen wie Einsamkeit, Rassismen oder Verdrängungsprozessen zeigen.
    Portraitfoto Felix Leopold Gaillinger © privat

    Hannah Kalcher

    Leistungen für pflegende Angehörige in Österreich und der Einfluss des Europäischen Sozialrechts (Rechtswissenschaften) - Stiftungspreis der Stadt Wien
    Werden Personen grenzüberschreitend aktiv, stellt sich die Frage, welcher Staat für Leistungen für pflegende Angehörige (zB Pflegekarenzgeld) zuständig ist. Zu beachten ist dabei das Europäische Sozialrecht. Welcher Rechtsrahmen für diese Leistungen genau gilt, ist aber nicht eindeutig. Es gibt keine eigenen Vorschriften für sie, da sie durch den Europäischen Gerichtshof in das Europäische Sozialrecht einbezogen wurden. Das Dissertationsvorhaben untersucht den Rechtsrahmen mit seinen Schwierigkeiten näher und analysiert, wie sich dieser auf das nationale Recht auswirkt und was dies bedeutet. 
    Damit will die Arbeit zu einer rechtskonformen Sozialgesetzgebung und Gesetzesanwendung beitragen.
    Portraitfoto Hannah Kalcher © privat

    Paul Schweng  

    Sustainable materials for atmospheric water harvesting – Ensuring water security for a liveable future (Medizin, Naturwissenschaft und Technik) - Stiftungspreis für "Innovation und Technologie" des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
    Das Projekt adressiert die globale Wasserknappheit mit einem innovativen, interdisziplinären Ansatz aus Materialwissenschaft, Verfahrenstechnik und analytischer Chemie. Im Zentrum steht die Entwicklung eines kostengünstigen Materials, das Wasser aus der Luft gewinnen kann – selbst unter extrem trockenen Bedingungen. Die solarbetriebene Technologie verbindet hohe Effizienz mit Umweltverträglichkeit und bietet eine nachhaltige Alternative zu energieintensiver Meerwasserentsalzung. Das Vorhaben vereint wissenschaftliche Exzellenz mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und hat das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung des weltweiten Wassermangels zu leisten.
    Portraitfoto Paul Schweng © privat

    Mark Chehodaiev

    Hotel Europa (Bildende Kunst und Kunstfotografie) - Stiftungspreis der BAWAG P.S.K
    Der ukrainische in Wien lebende Künstler Mark Chehodaiev thematisiert mit seiner Projekteinreichung „Hotel Europa“ die Realität von Flüchtlingen jenseits des Kriegsgebietes. Flüchtlinge aus der Ukraine, aber auch aus der ganzen Welt, werden in Österreich teils in leerstehenden Tourismusbetrieben untergebracht, die mehr oder weniger dem Verfall unterliegen. Vielfach werden diese „temporären“ Quartiere mangels Zukunftsperspektive zu dauerhaften Unterkünften. Die dort untergebrachten Menschen verbringen oft ein hermetisches Leben, abgeschieden von der Gesellschaft, in der sie nun leben. Und sie laden diese Orte mit ihrer eigenen Gegenwart auf. Die Fotoserie „Hotel Europa“ hält diese Gegenwart im Bild fest und dokumentiert auf künstlerische Weise weniger sichtbare Auswirkungen des Krieges und der Vertreibung. In einer Ausstellung möchte der Künstler diese Fotos einer digitalen Rekonstruktion seines ehemaligen Arbeitszimmers in Kiew – und so durch den Krieg geschaffene Realitäten – gegenüberstellen.  
    Portraitfoto Mark Chehodaiev © privat